Mulchen mit Rindenmulch unter Verwendung einer Stabilisierungsmatte

Mulchen mit Rindenmulch unter Verwendung einer Stabilisierungsmatte

Neben Beet- und Rasenflächen sind befestigte Außenflächen ein zentraler Bestandteil moderner Freiraumgestaltungen. Für deren Herstellung steht eine Vielzahl an Baustoffen und Bauweisen zur Verfügung. Eine besonders naturnahe Optik bieten mit Kies oder Splitt abgedeckte Belagsflächen.

Um ein Einsinken beim Begehen zu verhindern und bei befahrbaren Flächen die Bildung von Spurrillen wirksam zu vermeiden, erfordern lose Kies- und Splittbeläge eine konstruktive Bewehrung. Durch den Einsatz hochstabiler Kiesstabilisierungsmatten entsteht eine hochbelastbare, lage- und schersichere sowie vollständig wasserdurchlässige Oberflächenbefestigung.

Solche Flächen eignen sich ideal als pflegeleichte Alternative zu Rasenflächen, für Park- und Stellplätze, Zufahrten, Terrassen sowie Gartenwege. Sie gewährleisten eine barrierefreie Nutzung für Rollstühle, Kinderwagen und Fahrräder, verhindern das Einsinken von Stöckelschuhen und bieten eine kippsichere Aufstellfläche für Gartenmöbel.

Einbauanleitung für Kies- und Splittstabilisierung

1. Untergrundvorbereitung

Der anstehende Baugrund wird durch ein hochwertiges Trennvlies/Geotextil (300 g/m2) von der nachfolgenden Tragschicht getrennt. Die erforderliche Schichtdicke des Ober- und Unterbaus richtet sich nach der Tragfähigkeit des Untergrunds und der zu erwartenden Verkehrslast.

Beispiel für den Schichtaufbau

Gehwege

1,5 cm Deckschicht (Kies/Splitt)

3,2 cm BERA Gravel Fix inklusive Befüllung

10 cm Ausgleichsschicht (Körnung 8-11 mm)
Geotextil 300 g/m2

.

Gehwege: 10 cm Tragschicht aus scharfkantigem Brechsand/Splitt-Gemisch

Zufahrten

1,5 cm Deckschicht (Kies/Splitt)

3,2 cm BERA Gravel Fix inklusive Befüllung

4-6 cm Ausgleichsschicht (Körnung 8-11 mm)
Geotextil 300 g/m2

15-25 cm Schottertragschicht (Körnung 0-32 mm)
Geotextil 300 g/m2

.

Zufahrten: Verdichtete 15-25 cm Schottertragschicht zuzüglich 4-6 cm Ausgleichsbett

2. Setzen der Randeinfassung

Die Ränder der Fläche werden stabil eingehaust. Hierzu können Randbegrenzungen aus Aluminium, Cortenstahl, verzinktem Stahl, Kunststoff (PVC) sowie klassische Pflastersteine, Klinker oder Betonbordsteine verwendet werden. Für die präzise Höheneinmessung empfiehlt sich der Einsatz eines Nivelliergeräts.

3. Verdichtung

Die Tragschicht wird mit einer geeigneten Rüttelplatte lagenweise fachgerecht verdichtet.

Gut zu wissen

Ein fachgerecht dimensionierter und tragfähig verdichteter Unterbau ist entscheidend für die rasche Niederschlagswassersickerung sowie für die langfristige Ebenflächigkeit, Stabilität und Lebensdauer des Gesamtsystems. Ein unzureichend verdichteter Untergrund kann bei Starkregen zu Pfützenbildung, Setzungen und Funktionseinschränkungen der Kiesstabilisierungsmatten führen.

4. Planum abziehen

Das Ausgleichsbett wird ebenflächig abgezogen. Überschüssiges Material sowie scharfkantige Fremdkörper sind vollständig zu entfernen.

5. Verlegung der Stabilisierungsmatten

Jede Stabilisierungsmatte verfügt über ein werkseitig aufkaschiertes Geotextil (68 g/m2) mit zweiseitigem Überstand. Die Matten werden stoßgenau aneinandergelegt, wobei das Geotextil an den Stoßstellen überlappend verlegt wird. Dies gewährleistet maximale Lagesicherheit und verhindert das Durchwachsen von Unkraut.

6. Zuschneiden

Bei Bedarf werden die Matten an den Rändern und Passstücken mittels Hand- oder Elektrowerkzeugen zugeschnitten. Hierbei sind die Sicherheitsvorschriften des Werkzeugherstellers zu beachten.

7. Befüllung

Die Wabenstruktur wird mit gewaschenem Kies oder Splitt der Körnung 3-16 mm bis zur Oberkante der Wabenstäge befüllt. Anschließend wird die gesamte Fläche abgerüttelt.

8. Fertigstellung

Es wird eine Überdeckungsschicht aufgetragen, sodass die Wabenstege ca. 1,5 bis 2 cm hoch mit Gestein überdeckt sind. Das Material wird mit einem Rechen gleichmäßig verteilt. Die fertiggestellte Fläche ist sofort voll belastbar und begehbar.

9. Pflege und Wartung

Die Pflege beschränkt sich auf das regelmäßige Harken sowie das Entfernen von Laub und organischen Verunreinigungen. Bei Bedarf ist Kies oder Splitt nachzufüllen, um eine dauerhafte Abdeckung der Kunststoff-Waben sicherzustellen.

Gut zu wissen

Für eine optimale Verkrallung und Scherfestigkeit der Schüttung wird empfohlen, statt rundem Kies (Flusskies) gebrochenes Edelsplittmaterial mit scharfkantiger Kornform (Kantkorn) zu verwenden.

Anwendungsbeispiele für Kies- und Splittstabilisierung

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